Nafir


Diesesmal möchten wir euch einen weiteren StreetArt Künstler aus
Teheran vorstellen: Nafir. Sein Pseudonym hat auf iranisch die Bedeutung
“Schrei”. Er wurde im Jahr 2008 auf StreetArt aufmerksam, als er durch
Teherans Straßen lief und faszinierende Graffities vorfand. Zu diesem
Zeitpunkt war diese Kunstrichtung in Vorderasien noch relativ unbekannt,
daher konnte sich Nafir nur über Kontakte in Sozialen Netzwerken informieren.
Er lernte dort weitere StreetArt-Begeisterte kennen, die ihm Tipps gaben und
ihm halfen sich als Künstler weiter zu entwickeln.

Inspiriert wird Nafir hauptsächlich durch die Traurigkeit, welche ihn
täglich umgibt. Er berichtete uns, dass hinter jedem seiner Werke sich
eine wahre Geschichte verbirgt. Durch seinen Einsatz in einer wohltätigen
Organisation ist Nafir im Kontakt mit Kindern, welche unteranderem zur
Arbeit gezwungen wurden. Einige seiner Werke stellen genau diese Kinder dar.
Für ihn ist Kunst ein Mittel um sich und Andere positiv zu beeinflussen.
Er arbeitet oft feine orientalische Ornamente in seine Bilder ein und Anspielungen
auf Hafez und andere persische Dichter.

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Icy & Sot “Pavement”

Ein neues Video von Icy & Sot

” PAVEMENT ” – ICY and SOT – iranian street artist – Jun2011 from ICY And SOT on Vimeo.

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FRZ


FRZ ist ein StreetArt Künstler aus der Ost-Aserbaidschanischen
Hauptstadt Täbris, welche im Norden des Iran liegt. Das Interesse
für StreetArt wurde bei ihm, so wie bei ICY & SOT, durch Graffities
in Skate- /Musikvideos und dem Internet geweckt. Fasziniert von
den gesehenen Bildern begann er 2005 mit seinen Freunden selbst
zu sprühen. Was anfänglich eher eine Freizeitbeschäftigung war
entwickelte sich mit dem Erfahrungsstand von FRZ weiter in eine
immer professioneller künstlerische Richtung. Inspiration für seine
Werke nimmt er teilweise durch seine Umwelt und persönliche Erlebnisse.
Hauptsächlich Aspekte wie Freiheit, Gleichheit und Frieden spielen eine
zentrale Rolle.

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Mad


Diesmal möchten wir euch den iranischen Künstler Mad vorstellen.
Er stammt aus Täbris und begann im Jahr 2005 Stencils anzufertigen.
Leider musste er auf Grund einiger Probleme vorerst seine künstlerische
Karriere auf Eis legen. Nach seinem Studium, welches er nächsten Monat
beendet, möchte er sich wieder der Kunst widmen. Für ihn ist StreetArt
ein Medium durch das er den Menschen  die Möglichkeit geben kann an
seinen Gedanken teilzuhaben. Mad interessiert sich am meisten für Kunst
im Öffentlichen Raum, da man unzensiert ein breites Publikum erreicht.
Er war schon an Ausstellungen in Teheran und Los Angeles beteiligt. Seine
Werke handeln vorallem von sozialen und politischen Themen auf der ganzen
Welt. Zu den von ihm favorisierten Themen gehören bedürftige Erwachsene
und Kinder.

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Icy & Sot

Wenn man sich mit dem Thema StreetArt im Iran beschäftigt kommt
man mittlerweile kaum noch um das Geschwisterpaar aus Täbris herum.
Egal ob im MTV Blog oder im Londoner StreetArt Magazin überall findet
man die beiden talentierten Künstler ICY & SOT. Inspiriert durch die
Graffitis in den Skatevideos die sie schauten, begannen sie 2006 damit
kleinere Stencils und Aufkleber anzufertigen. Im Zuge den Überlegungen
zu ihren ersten Ausstellungen fingen sie im Jahr 2008 an auch auf Leinwänden
zu malen. Neben ihren Ausstellungen in Teheran waren ihre Werke sogar
schon in Los Angeles an einer Aussttellung involviert. Ihre Kunst ist nicht
nur in Gallerien und Straßen innerhalb und außerhalb des Iran zu finden,
auch auf den Straßen von Paris, Ruein und Sao Paulo kann man Stencils
der beiden sehen, welche von befreundeten Künstlern angebracht wurden.

Die Beide veredeln mit ihren Werken nicht nur Leinwände sondern auch Vinyls,
Zigarettenschachteln, Fingerboards, Sprühdosen, Sticker und Bekleidung.
Die Bilder sind dabei zumeist extrem Ausdrucksstark und regen den Betrachter
zum Nachdenken an. Manche der Stencils sind dabei so gelungen und realistisch,
dass man sie erst beim genaueren hinsehen von einem gedruckten Foto
unterscheiden kann. Die abgebildeten Menschen sind sehr charakteristisch und
lassen den Betrachter über die Geschichte, welches die ausdrucksstarken
Gesichtszüge erzählen, nachdenken. Oft sind sie in kunstvolle persische
Kalligraphien eingearbeitet, wodurch ein eindrucksvolles Gesamtbild entsteht.

Ihre Bilder thematisieren Wut, Hoffnung,  Frieden, Armut, Kinder, Krieg
auf einem Weg, welcher manchmal heiter und verspielt ist oder das komplette
Gegensatz und somit beim Betrachter eine melancholische Stimmung hinterlässt.
Ihre Motive sind nicht direkt politisch, wobei Kunst immer eine Art von Widerstand
ist und Graffiti  meist eine politische Geste in sich birgt, wie die beiden in einem
Interview erläuterten.

ICY & SOT bringen unabhängig von uns in einem Interview mit dem
Londoner LSD Magazine den Gedanken hinter MEET THE STREET auf den Punkt
Streetart als Verbindungspunkt zwischen Kulturen.
“I think, streetart could be a good way to connect people of different cultures
to each other, it could be a matter of problems going on in the country or just
a regular streetart performance. All the streetartist around the world are very
much alike in their lifstyle or in the way they think and see things.”

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Armin H.

Passend zum Thema interkulturelle Verbindungen und  Iran möchten wir
heute den jungen talentierten Künstler Armin H. vorstellen.
Armin H. wurde in Teheran geboren und lebt mittlerweile seit 17 Jahren
in Deutschland. Auf die Frage wann er mit malen begonnen hatte und was
ihn inspiriert antwortet Armin uns mit:
„Ich zeichne eigentlich schon seit ich denken kann und hab mich dann
immer verbessert. Mir hat niemand das Zeichnen beigebracht.“

Armin zeichnet auf Papier, bearbeitet aber auch Leinwände mit Ölfarbe
und legt sich dabei nicht auf eine bestimmte Stilrichtung fest, sondern
präsentiert sich in seinen Werken sehr vielseitig. Seine Inspiration bezieht
er vor allem aus gefühlsstarken Gesichtsausdrücken und ausdrucksstarken
Momentaufnahmen. Bisher wurden seine Werke zwar nur bei einer festlichen
Veranstaltung in Dortmund ausgehängt, aber wir sind uns sicher das wir von
ihm noch viel hören und sehen werden.

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CK1

CK1 ist ein StreetArt Künstler aus Teheran, der zu den Pionieren
der persischen Graffiti-Szene zählt und er ist einer der Gründer von
Irans erster Skateboard-Posse “Teheran Rats”. Er hat im Zeitraum
2007 bis 2011 schon an einigen Ausstellungen im Iran (Teheran/Täbris),
Amerika (Los Angeles) und Dänemark (Kopenhagen) mitgewirkt.

Angefangen hat der Mitte Zwanzigjährige damit seine Signatur
in den Straßen von Teheran und anderen Städten wie z.B. Täbris  zu
taggen. Später wurde er durch die bekannten  Poeten Hafes und
Dschalal ad-Din ar-Rumi / Maulana inspiriert, persischen
Miniaturmalereien
mit StreetArt zu mischen. Seine Werke haben
trotz traditionellen Hintergrund einen sehr modernen Charakter.
Er arbeitet neben persischen Motiven und Kalligraphien auch
indische in seine Bilder ein. Ck1 erstellt Bilder nicht nur auf der
Straße, sondern verziert Leinwände, Vinyl, Sprühdosen, Sticker,
Musikinstrumente, Skateboard Decks und Bekleidung mit seinen
Kunstwerken.

Durch das Zusammenwirken von Tradition und Moderne entstehen lebendige, farbenfrohe ausdrucksstarke, postmoderne Bilder bei
denen meist aber auch eine gewisse Melancholie mitschwingt. Er
thematisiert in vielen Bildern Verzweiflung, Armut und die Hoffnung
auf Frieden.

CK1 selbst beschreibt die Motivation für seine Bilder mit den Worten:
“What draws me to the wall is the suffering I witness every day.
Poverty, hunger and misery deprive people from living a life of love
and friendship.
You see it in peoples eyes; sadness leaves no room
to think about peace.
I see these things and I want to communicate
what I feel is  meaning of life
to our people, that’s why I love painting
on the wall.”

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Tajassom


Tajassom, ist iranisch und heißt übersetzt soviel wie “eine Vorstellung von
etwas haben”, ist ein iranischer StreetArt Künstler. Angefangen mit Kunst
im öffentlichen Raum hat er ungefähr im Jahre 2006 – 2007. Wenn Tajassom
seine Werke gerade nicht in den Straßen anbringt,  verschönert er in seinem
eigenen kleinen Atelier die Welt, welches den Namen “Mench Studio” trägt.
“Mench” heißt auf iranisch das Gesellschaftsspiel “Mensch ärgere dich nicht”.
Sein Haupteinfluss mit StreetArt zu beginnen war rein die Intention die
Menschen zum Lächeln zu bringen und ihnen beim betrachten seiner Bilder
die Möglichkeit zu geben für einen kurzen Augenblick dem tristen Alltag zu
entfliehen. Er selbst beschreibt seine Motivation damit das er die Leute
beeinflussen möchte einen Augenblick all die Lügen und schlechten Dinge
zu vergessen und sie daran erinnern zu lächeln.

Tajassom arbeitet auf Leinwänden, Schallplatten, CD’s, Kleidung und Wände.
Neben seinen Stencils malt er bunte abstrakte Comikcharaktere auf Sticker.
Seine Bilder sind meist verspielt und bringen den Betrachter zum schmunzeln.
Man kann sehen das er die Menschen dazu anregen möchte mehr nachzudenken
und sich dadurch selbst wiederzufinden.

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